Reisebericht – Wanderreise Slowenien Karst

Reisebeschreibung Wanderreise Slowenien Karst und Küste


Das Schöne liegt so nah …

Ein Reisebericht von unserer Reiseleiterin Birgit Eder, die das Vergnügen hatte, zwei Mal mit der Chefin von Sento Wanderreisen, die Gegend dort vor Ort zu erkunden.

Schon bei der Anreise durch den Karawankentunnel sind wir gespannt wie das Wetter auf der anderen Seite der Alpen ist. Nördlich der Alpen liegt auf den Bergen oben noch etwas Schnee und unten zeigt der Frühling bereits sein üppiges Grün. Der Nebel ist aber so dicht, dass wir die imposanten Berggipfel hier leider nicht sehen können.

Gleich nach dem kilometerlangen Karawankentunnel, direkt an der Grenze, sehen wir bereits die ersten Sonnenstrahlen, die die Bergspitzen in ein wunderschönes Licht tauchen. Nach kurzer Grenzkontrolle in Jesenice, wo die Grenzler eher alibimäßig durch den Zug gehen, geht’s weiter in Richtung Süden.

Draußen zieht eine wunderschöne Landschaft vorbei und ehe wir uns versehen sind wir in Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien angelangt. Schon von weitem sieht man oben auf einem kleinen, bewaldeten Hügel das Ljubljanski Grad, die Burg von Ljubljana, thronen. Direkt unterhalb, in einem alten Stadthaus, sehr zentral in der Fußgängerzone, liegt unser Hotel.

Schon bei unserem Fußmarsch zum Hotel staunen wir über die Quirligkeit der Hauptstadt. Die Tische vor den Restaurants sind fein gedeckt und warten auf ihre Gäste. Immer wieder hören wir Musik aus den Häusern und wir fühlen uns gleich sehr wohl.

Auf dem Markplatz, direkt neben dem Fluss Ljubljanica, bieten Bauern der Umgebung frisches Obst und Gemüse an. Neben Kürbiskernöl, Wein und Oliven, gibt es in einer Markthalle auch frischen Meeresfisch zu kaufen. Schön langsam stellt sich auch bei uns der Hunger ein und wir kehren in eines der unzähligen Straßencafés ein. In der Sonne ist es angenehm warm und wir genießen unser erstes Gläschen Refošk, einen kräftigen Rotwein aus Slowenien und dazu essen wir Štruklji, einen gekochten Strudel mit Topfen gefüllt.

Das Leben in der Hauptstadt ist ein Mittelmaß an Geschäftigkeit und Gemütlichkeit, lebendig und doch nicht überlaufen. Nach dem Essen schlendern wir noch etwas durch die Stadt und bummeln ein bisschen durch die Fußgängerzone.

Wir treffen den Martin, unseren Stadtführer, der uns mit viel Freude sein Ljubljana zeigt. Er hat ein enormes Wissen und auf all unseren Fragen, weiß er eine Antwort. Er erzählt viel über das Leben in Slowenien, auch wie es früher war, als sie noch bei Jugoslawien waren.

Was bewegt die Jungen heute, was macht Ljubljana aus und wo kann man auch am Abend noch ein Gläschen trinken gehen? Nach einem guten Tipp vom Martin lassen wir unseren ersten Tag noch bei einem Glas slowenischen Bier in einem gemütlichen Gastgarten ausklingen und besprechen schon voller Erwartung den morgigen Tag.

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück im überdachten Innenhof des historischen Stadthotels, verlassen wir Ljubljana und fahren in den Karst, einer verschlafenen Gegend von unbekanntem Reiz. Schon bei der Fahrt in den Süden bringt die Landschaft einiges an Veränderungen mit sich.

Als erstes besuchen wir den „verschwundenen“ See Cerkniško jezero, der im späten Frühjahr fast nicht mehr zu finden ist. Dieser periodische See, der sein Erscheinungsbild je nach Jahreszeit ändert, fasziniert die Menschheit schon seit ewigen Zeiten.

Im Frühling laichen hier noch die Fische und im Sommer bringen die Bauern ihre Tiere auf die Weiden und bestellen dort ihre Äcker. Wenn im Herbst dann Regen fällt, dann füllt sich der See wieder langsam auf und der Kreislauf beginnt von vorne. „Wohin die Fische wohl gehen?“ fragen wir uns voller Erstaunen.

Nach einem kurzen Spaziergang am Ufer des Sees erkunden wir noch die Unterwelt des Rak, einem Fluss, der ein enormes Höhlensystem erschaffen hat. Bekannt wurde dieses Gebiet durch Winnetou, oder besser gesagt durch die Verfilmung von den bekannten Karl May Büchern. Dieser Mix aus weiter Auenlandschaft und unterirdischem Flusssystem schauen wir uns bei einer Wanderung genauer an.

Unvorstellbare Arbeit hat der Fluss Rak hier geleistet. Riesige Steinbrücken überziehen hier den Fluss und wir schauen von oben in die Dolinen und erkunden diese dann auch von unten. Bei der Weiterfahrt in Richtung Süden kommen wir an der „Nase“ vorbei, einem Karstbuckel, der dramatisch in Richtung Autobahn abbricht. Der Nanos, oft als der schönste Karstberg Sloweniens beschrieben, ist unser Ziel für einen der nächsten Tage.

Unsere neue Unterkunft liegt in Lokev, wo wir im ältesten Gasthaus des Karstes wohnen. „Schon seit über 11 Generationen ist das Gasthaus in meiner Familie“, erzählt uns Andrej, der Chef vom Gasthaus Muha. Die Zimmer sind einfach, aber sehr gemütlich eingerichtet und am Abend werden wir von seiner Mama bekocht, die sich immer etwas Gutes einfallen lässt. Mit dem Wetter haben wir großes Glück und können beim Abendessen bereits draußen im Hinterhof sitzen, wo die Schwalben geschäftig ihre Jungen in den Nestern füttern.

Die Tage im Karst sind ruhig, die Wanderungen sehr abwechslungsreich und die Natur dort von unbeschreiblicher Schönheit. Das Klima im Karst kann rau im Winter und sehr heiß im Sommer sein, daher sind die Monate Juni und September für eine Reise am besten geeignet. Die Bora, ein starker Fallwind, verformt die Bäume, wie wir immer wieder an den verkrüppelten Schwarzkiefern sehen können.

Der Frühling hier treibt es besonders bunt, auf den Bergwiesen finden wir Narzissen, Pfingstrosen und bunte Orchideen. Einmal sehen wir auch die Krainer Lilie, eine Pflanze, die aussieht wie unsere Türkenbundlilie, nur im knalligen Orange. Immer wieder stoßen wir auf Karstphänomene, wie Flüsse, die im löchrigen Untergrund verschwinden und durch enge Spalten wieder ans Tageslicht kommen, unzählige Höhlen, die zum Teil für Besucher erschlossen wurden und Dolinen, die vor Jahrmillionen eingestürzt sind.

Bei einer „Gourmetwanderung“ durch die kleinen Karstdörfer, zeigen sich die Slowenen von ihrer gastfreundlichen Seite.

Wir probieren den typischen Kraški pršut (Karstschinken), den Ziegenkäse und trinken dazu ein Glas Teran, den typischen Wein des Karstes. Bei einer Honigverkostung probieren wir den Kraški med und erfahren dabei auch den geschmacklichen Unterschied zwischen Lindenblüten-, Kastanien- und Felsenbirnenhonig.

„Die Bienenstöcke habt ihr schon bei der Wanderung gesehen“, erzählt uns Metka, die Frau des Imkers. Ein schönes Mitbringsel, denken wir uns und kaufen gleich ein paar Gläser auf Vorrat.

Weiter geht’s zu einem Steinmetz, der uns seine Werkstatt zeigt. Früher gab es im Karst sehr viele davon, heute sind es nur noch eine Handvoll. „Steinmetz bin ich erst seit ein paar Jahren, weil ich so gerne mit Steine arbeite“, erzählt er uns. Voller Stolz zeigt er uns seine Arbeiten und ich kann nicht wiederstehen mir eine kleine Steinschüssel selber zu schenken.

Nach der Führung besuchen wir Breda, die uns auf ihrem Bauernhof ein traditionelles, einfaches aber köstliches Essen serviert. Dazu darf natürlich ein guter Wein nicht fehlen. Bei einer Weinverkostung lässt sie uns ihre guten Tropfen probieren und erzählt uns viel über die typischen Sorten der Gegend und über den Anbau bei ihr auf dem Hof.

„Unser Wein hat sogar eine Auszeichnung bekommen“, erzählt uns die bescheidene Chefin stolz und füllt unsere Gläser noch einmal voll. Bei einem abschließenden Teranlikör, erzählt sie uns noch von ihren drei Kindern, die alle studieren. Von ihnen will aber keiner den Hof übernehmen, so hofft sie und ihr Mann auf die nächste Generation.

Bei einer Wanderung im Grenzgebiet Slowenien – Italien steigen wir auf den blumenreichen Kokoš, wo uns ein einheimischer Wanderführer begleitet. Er erzählt vieles über die Region und vor allem über die bewegte Geschichte an der Grenze zu Italien. Beim Abstieg gehen wir an einem kleinen Schild vorbei, wo uns das Verhalten bei einer Braunbärbegegnung erklärt wird.

Andrej erzählt uns, dass in Slowenien in etwa 700 Braunbären heimisch sind. „Wenn wieder einmal zu viele Italiener bei uns Pilze suchen, dann schreibt die Zeitung etwas über eine Bärensichtung und dann ist wieder für eine Zeitlang Ruhe“, meint er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Bei unserer Runde kommen wir auch durch Lipica, wo die berühmten Lipizzaner erstmals 1580, aus den robusten Karststuten und den rassigen spanischen Hengsten, gekreuzt wurden.

Wir haben Glück, in der Ferne sehen wir die weißen Pferdemamas mit ihren pechschwarzen Fohlen auf der Koppel stehen. Eine Junghengstgruppe, die vor der Ausbildung noch herumtollen dürfen, kommt neugierig zum Zaun und lassen sich auf eine Fotosession mit uns ein. Hier muss man nicht unbedingt Pferdefan sein um sich begeistern zu können. Nach unzähligen Fotos und Streicheleinheiten wandern wir weiter durch den teilweise sehr verwilderten Karst. Rundherum raschelt es und einmal sehen wir zwei Hirsche friedlich auf einer Wiese grasen. Wie sie uns bemerken, sind sie auch schon verschwunden.

Bei dieser Wanderung kommen wir auch an der Vilenica Höhle vorbei, der ältesten, touristisch erschlossenen Schauhöhle von Slowenien. Was das besondere an der Höhle heute ist: Einmal im Jahr steht sie für eine Woche ganz im Zeichen der Literatur. Bereits zum 31. Mal haben sich diesen September 25 namhafte Autoren aus Europa und der ganzen Welt in der Höhle versammelt und in über 20 Sprachen ihre Werke vorgestellt.

Heute am Morgen fahren wir die Serpentinen auf das Hochplateau des Nanos rauf. Der Blick weitet sich und die Luft wird angenehm kühl. Wir gehen entlang der Abbruchkante oberhalb des Vipava-Tales, immer mit Blick nach unten, wo die Bauern bereits die erste Mahd hinter sich gebracht haben. Hier oben beginnt gerade erst der Frühling, mit all seinen bunten Farben.

Auf den Almwiesen zeigen sich die blauen Schwertlilien und die Illyrischen Gladiolen, die in einem kräftigen Pink leuchten. Im Wald verblasst das Rot der unzähligen Pfingstrosen. Unterhalb der Abbruchkante können wir in Ruhe ein Rudel Gämsen beobachten. Sie sehen und hören uns nicht, wir aber sitzen auf einem Logenplatz. Erstaunlich, wie sie sich im steilen Gelände fortbewegen.

Nach einer längeren Pause gehen wir weiter und schon bald erreichen wir das Hieronymus Kirchlein, das in den 1990er Jahren vor dem Verfall gerettet und wieder geweiht wurde. Noch ein paar Höhenmeter und wir stehen am Gipfel des Nanos. Der Rundumblick ist fantastisch: im Norden sehen wir noch die schneebedeckten Gipfel mit dem Triglav und im Westen den Golf von Trient. Im Süden zeigt sich der Snežnik, den wir bei unserer Erkundungstour auch noch besteigen wollen.

Die eigentliche Gipfelrast machen wir aber in der nahegelegenen Hütte Vojkova koča, wo wir einen Teller heißer Jota, die typische Sauerkraut/Bohnensuppe essen. Gestärkt und ausgeruht gehen wir durch einen sehr schönen, zum Teil dichten Wald und wandern gemütlich zurück zum Auto.

Wenn man im Karst ist, muss man sich auch eine der berühmten Höhlen anschauen. Wir wollen natürlich die Schönste besuchen und sind dann gleich auf die Škocjanske jame gestoßen, die auch zum UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe gehört.

Die Reka, was übersetzt einfach Fluss bedeutet, verschwindet bei Škocjan in die Unterwelt und durchfließt unzählige Höhlen und Gänge, bis sie im Golf von Triest wieder an die Oberfläche kommt. Wir haben eine Privatführung, denn es gibt außer uns keine anderen deutschsprachigen Besucher. Alenka, die Deutsch studiert, macht nebenbei Führungen und verdient sich etwas Geld zum Studium.

Wir erfahren sehr viel über die Höhle und staunen über die alten Wege, die die Höhlenforscher von einst angelegt haben. Heute benutzt man einen breiten, sehr gut ausgebauten Weg, der uns an den Naturschönheiten der Höhle vorbeiführt. Von der stillen Höhle, mit bizarr geformten Stalaktiten und Stalagmiten kommen wir in die große Halle, wo der Fluss sich tosend seinen Weg gesucht hat.

„Die Reka hat hier den tiefsten und größten unterirdischen Canyon Europas geformt“, erzählt uns Alenka, als wir uns gerade auf der Cerkvenik-Brücke befinden, die uns in 45 m Höhe über den Fluss bringt.

Am Ende der Führung, dort wo das Tageslicht sich den Weg durch einige Ritzen sucht, sehen wir auch ein paar Fledermäuse, die sich hier vor dem Tageslicht verstecken. Die Helligkeit der Sonne und das üppige Grün der dschungelähnlichen Vegetation, blendet uns am Höhlenausgang. Wir verabschieden uns herzlich von unserer Höhlenführerin und gehen alleine weiter.

Der Weg entlang der Reka führt uns direkt durch zwei riesige Dolinen, wo vor etwa 100.000 Jahren die Höhlendecke eingestürzt ist. Hoch über uns thront die Kirche von Škocjan, die wir nach unserer Höhlentour noch besuchen. Auch das Umland der Höhlen ist wunderschön und wir erkunden die kleinen, pittoresken Orte.

Von den Höhlen mache ich mich alleine auf den Weg und finde eine schöne Wanderung über alte, gepflasterte Versorgungswege von früher, der mich zurück nach Lokev bringt. Heute am Abend besuchen wir noch ein neues Restaurant in Lokev um auch einmal was anderes zu probieren. Schon bei der Ankunft im Krasna, sehen wir im Garten einen Tisch, der sehr nobel für 2 gedeckt wurde. „Ob das wohl unser Tisch ist,“ fragen wir uns. Schon kommt Dajana aus der Küche, begrüßt uns freudig und führt uns an den schön gedeckten Tisch.

Wir beginnen mit einer Weinempfehlung, dem Malvazija, der sich auch gut als Aperitif eignet. Wir genießen Speisen mit Trüffeln und freuen uns auch über den wilden Spargel, der im Karst im Frühling serviert wird. Den Abschluss machen wir im Keller, wo uns Boris, Chef des Hauses, noch einige Schnäpse probieren lässt. Ein rundum gelungener Abend geht zu Ende und ich freue mich schon sehr, wenn ich nächstes Jahr wieder hier essen darf!

Unsere letzte Wanderung im Karst führt uns auf den höchsten Berg, außerhalb der Alpen in Slowenien, dem Snežnik, der bei einem Besuch im Karst nicht fehlen darf. Wir fahren entlang der Reka aufwärts und biegen in Ilirska Bistrica von der Hauptroute ab. Langsam gewinnt unser Auto an Höhe und doch fahren wir noch einmal fast 20 km auf schmalen, nicht asphaltierten Bergstraßen.

Wir halten die Augen offen, denn hier oben gibt es Bären! Aber sehen kann man sie leider nur sehr selten. Der Aufstieg durch den Wald ist wunderschön! Wir kommen bald zu einem schönen Ausblickpunkt, wo eine riesiger Wurzelblock zu einer Sitzgelegenheit umfunktioniert wurde.

Vom Krainer Schneeberg aus haben wir einen wunderbaren Fernblick auf den Golf von Triest und auch auf die noch schneeigen Berge im Norden von Slowenien. Auf der Nordseite des Snežnik liegt immer noch einiges an Schnee. Dieses Schneefeld kann man fast das ganze Jahr über hier oben sehen. Schon interessant, wenn man bedenkt wie weit im Süden und wie nahe am Mittelmeer wir hier sind.

Der Karst und das Meer gehören in Slowenien zusammen. Immer wieder genießen wir die Ausblicke auf das Mittelmeer. „Und heute am Abend, sitzen wir am Mittelmeer und trinken einen Cocktail“, sage ich lachend zur Sonja. Gesagt, getan! Nach unserer Wanderung auf den Schneeberg fahren wir dann weiter zur Küste.

In Piran, einem pittoresken Städtchen, direkt auf einer Landzunge, müssen wir zu Fuß in die Innenstadt gehen. Die Straßen sind so eng, da kommt man höchstens mit einem kleinen Handwagen durch. Unser Hotel, das sich schmal in eine Häuserzeile schmiegt, weist 4 Stöcke auf und hat einen wunderschönen Innenhof, wo wir immer frühstücken.

Die Stadt ist besonders am Abend sehr reizvoll, wenn die Tagestouristen draußen sind, kehrt Ruhe ein. Wir machen es umgekehrt: tagsüber sind wir draußen aus der Stadt, im Hügelland rundherum, wo wir zwischen den Obstgärten, Weinbergen und Olivenhaine, die Gegend erkunden.

Dort treffen wir nur selten Touristen und die ansässigen Bauern begrüßen uns herzlich und laden uns auf ein Gläschen in ihren Hof ein. In einer Mischung aus Deutsch, Italienisch und Slowenisch versuchen wir uns zu verständigen.

Gastfreundschaft finden wir auch hier im Hinterland der Küste, bei einem gemütlichen Glas Malvazija kommen wir schnell ins Gespräch. Auch hier im Hinterland finden wir eine sehr schöne Tour, die uns durch Olivenhainen und Obstgärten führt. Immer wieder sehen wir das Meer, das in einem satten Blau leuchtet und dahinter, ganz nah, strecken sich die schneebedeckten Berge in die Höhe.

An unserem letzten Tag besuchen wir noch den Naturpark in den Salinen von Sečovlje. Hier wird noch traditionell Salz gewonnen. Bei einer Führung erfahren wir viel Wissenswertes über das Leben in den Salinen und den Abbau von Salz. In den Salzbecken tummeln sich auch viele Wasservögel, wo wir aber nicht näher hingehen dürfen, weil sie zum Teil noch mit der Jungenaufzucht beschäftigt sind und sehr streng geschützt sind. Im kleinen Shop kosten wir noch die Salzschokolade, die wir nach anfänglichen Zögern, in vollen Zügen genießen.

Den Abschluss unseres Aufenthalts verbringen wir noch an der Küste: wir wandern von Izola, wo wir auf der schönen, italienisch anmutenden Piazza zu Mittag essen, zurück bis nach Piran. Im Landschaftspark Strunjan steigen wir den steilen Pfad, nahe einer 80 Meter hohen Steilklippe bis zum Meer ab und wagen uns in die doch noch sehr kühle Adria. Der Rückweg ist kurzweilig und vergeht viel zu schnell, genauso wie unsere Zeit hier in Slowenien.

Am nächsten Morgen, zeitig in der Früh, fahren wir zurück nach Ljubljana um unser Mietauto zurückzugeben. Auf dem Weg dorthin fahren wir an einigen unserer „alten“ Bekannten vorbei, wie den Höhlen von Škocjan, Lokev, dem Nanos, dem „verschwunden“ See Cerkniško jezero und wir lassen noch einmal unsere Reise Revue passieren.

Ich freue mich schon sehr diese Tour in den eher unbekannten Teil von Slowenien, wo sich Gastfreundschaft, Naturgenuss und Kulinarik die Hand reichen, leiten zu dürfen.